Wir sind Abgeordnete – Planspiel im Landtag

Am achten Dezember traf sich die gesamte Q1 unserer Schule im hessischen Landtag in Wiesbaden, um gemeinsam mit einer weiteren Klasse aus Hanau an einem Planspiel teilzunehmen.

Bei diesem Planspiel durften wir Schülerinnen und Schüler in die Rollen von Abgeordneten im Landtag schlüpfen.

Die Situation wurde möglichst realitätsnah gehalten, sodass die Regierungskoalition von der konservativen und der ökologischen Partei gestellt wurde. Die Opposition bildeten die Arbeitnehmerpartei, die sozialistische Partei sowie die Freiheitspartei.

Wir hatten als Abgeordnete die Aufgabe, uns mit den Themen Schulpolitik, erneuerbare Energien und dem Jugendschutz in Anbetracht des Drogenkonsums zu beschäftigen und Anträge für Gesetzesänderungen hervorzubringen.

Hierfür trafen wir uns zunächst in unseren Fraktionen und arbeiteten die Anträge aus, welche wir in der darauffolgenden Plenarsitzung den anderen Parteien vorstellten.

Nachdem darüber abgestimmt wurde, ob die vorgetragenen Anträge weiter diskutiert werden sollten, trafen sich die jeweiligen Ausschüsse, bestehend aus „Experten“ aller Parteien. 

In diesen Ausschüssen wurde versucht, Kompromisse zwischen den Fraktionen zu finden, und darüber abgestimmt, ob wir die Anträge weiterempfehlen oder eher ablehnen würden. 

Die Ergebnisse wurden in der zweiten Plenarsitzung vorgestellt und jeder Fraktion durfte sich erneut dazu äußern. 

Im Anschluss kam es zur Abstimmung, ob die Anträge angenommen oder abgelehnt werden sollten. Bei dieser Wahl wurde das Verhältnis von Regierung und Opposition deutlich, denn die Opposition konnte nichts gegen die Entscheidungen der Regierung machen.

Dies war jedoch nicht ganz so schlimm, denn der Spaß kam während dem Spiel auch nicht zu kurz. Dies lag daran, dass unsere Lehrer (Herr Simon, Herr Wiesemann, Frau Helm und Frau Seitz-Nowotny) die Presse darstellten, welche die Situation in ihren Artikeln überspitzte und uns Schülern die „Worte im Mund umdrehte“. Als Reaktion darauf hielt beispielsweise die gesamte Opposition während der zweiten Plenarsitzung Schilder in die Höhe, auf welchen „Shame“ geschrieben stand, was für einiges Gelächter sorgte.

Insgesamt konnten wir Schüler an diesem Tag viel lernen und haben einen guten und interessanten Einblick in den Alltag eines Abgeordneten erhalten, wofür wir sehr dankbar sind. 

Text: Laura Gärtner und Kim Liedtke

Fotos: Herr Simon