Das Gymnasium Eltville debattiert sich ins Regionalfinale

Hinter der Bühne ist die große Aufregung zu spüren, gleich geht es los! Aber worum geht es eigentlich? Am 24 Februar 2015 fand in unserem Atrium das Schulfinale der AG „Jugend debattiert“ statt. Für alle, die nicht wissen, was „Jugend debattiert“ ist, hier nochmal eine kleine Einführung: Seit Anfang des Schuljahres wird am Gymnasium Eltville eine neue AG unter der Leitung von Herr Simon angeboten, in deren Rahmen Schüler von Klasse 9-Q gegen- und miteinander diskutieren, um den Gegner von der eigenen Position zu überzeugen. Da „Jugend debattiert“, ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, deutschlandweit angeboten wird, stand die Aufgabe an, beim Schulentscheid zwei Gewinner beider Altersklassen zu küren, die im Regionalentscheid Rheingau-Wiesbaden gegen Schüler anderer Schulen debattieren durften. Verschiedene Schulklassen und Kurse verfolgten die zwei Debatten, in welchen ohne Notizen gekämpft werden muss. Bewertet wurde die Leistung der Schüler von einer Jury bestehend aus Julien Brosseit (Ea), Jacqueline Wruck (Ea), Laura Spruch (Q2), Frau Schwartz-Zick, Herrn Fricke und Herrn Simon.  

Die Sekundarstufe I, vertreten durch Pauline Rahm, León Sundermann, Nina Böttcher und Kim Liedtke (alle Klasse 9d), versuchte die Frage „Sollte die Mensa an unserer Schule von einer Schülerfirma geleitet werden?“ zu klären. Leider war León krank geworden, sodass dort von Laura Spruch ausgeholfen wurde.

In der Sekundarstufe II befasste man sich mit dem Thema, ob das Streikrecht im öffentlichen Nahverkehr eingeschränkt werden sollte. Auch hier war eine Schülerin, Sarah Fritz, erkrankt, sodass letztendlich Ulf Daniel (Q2), Luise Kilburg (Eb, als Ersatz), Julia Hoffmann (Q2) und David Stumpf (Eb) die Debatte bestritten.

Nach jeweils zwei spannenden Debatten hatte die Jury ihre Gewinner ausgewählt: Den ersten Platz in der Sekundarstufe 1 belegte Nina, den zweiten ergatterte Pauline. Julia debattierte sich in der Sekundarstufe 2 auf Platz 1, Zweiter wurde David.

Am 3. März durften sich die Gewinner dann beim Regionalentscheid an der Humboldtschule in Wiesbaden behaupten. Pro Altersklasse galt es, in zwei Debatten einen klaren Kopf zu bewahren. Teilnehmer aus sechs verschiedenen Schulen debattierten über unterschiedlichste Themen wie „Soll die Teilnahme an den Bundesjugendspielen auch für Schülerinnen und Schüler der Sek I freiwillig sein?“ und „Sollen im Rhein-Main-Gebiet mehr Flüchtlinge aufgenommen werden?“.

Nina setzte sich in der Sekundarstufe 1 durch und qualifizierte sich somit für das Finale. Die Debatte rund um das Thema „Sollte ein Umweltpfand für Handys eingeführt werden“ war spannend und abwechslungsreich. Letztendlich belegte Nina einen guten dritten Platz. In der Sekundarstufe 2 konnten sich leider weder Julia noch David durchsetzen, die Finaldebatte war trotzdem sehr interessant. Vier andere Schüler setzten sich mit der Frage „Sollten Gigaliner auf deutschen Autobahnen zugelassen werden?“ auseinander. Alles in allem war es ein schöner, jedoch für alle Debattanten und Unterstützer anstrengender Tag. Wir sind gespannt auf nächstes Jahr!

Text: Kim Liedtke

Fotos: Cara Kühnle u.a.

24.03.2015