Leo Gros berät Eltviller Gymnasiasten

Einen prominenten Berufsberater im Fach Chemie konnten interessierte Oberstufenschüler und -schülerinnen unserer Schule in diesen Tagen begrüßen

Auf  Einladung der Chemielehrerinnen Frau Thiel und Frau Gulitz vermittelte Leo Gros, Professor für Chemie an der privaten Hochschule Fresenius und vielfältig engagierter Repräsentant Rheingauer Lebensart und Kultur, spannende Einblicke in die Faszination des Chemiestudiums und die Arbeit seines Instituts

In seinem mit zahlreichen praktischen Versuchen gewürzten Vortrag hielt Leo Gros ein leidenschaftliches Plädoyer für die Bedeutung der Grundlagenforschung. Auch wenn diese heute stark mit dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit verknüpft sei und Fragen der Verwertbarkeit und der zur Verfügung stehenden Ressourcen erhebliche Bedeutung zukomme, gehe es für den Forscher doch zunächst einmal darum, „zu denken, was noch keiner gedacht habe.

Oft zeige sich der wirtschaftliche Nutzen einer Entdeckung erst viele Jahre später. Als Beispiel führte Gros die historische Entwicklung von Flüssigkristallen an: Erst 90 Jahre nach der Entdeckung von deren grundsätzlichen Eigenschaften sei 1970 ein Patent erteilt worden, das heute die Grundlage von LCD-Anzeigen sei.

Die Alltagsrelevanz chemischer Entdeckungen konnte Leo Gros auch anschaulich an der Bedeutung von Aluminiumchloridhexahydrat darstellen, das als Inhaltsstoff in Deo-Stiften als wirkungsvolles Antitranspirans angewandt wird.

Unterstützt wurde Leo Gros bei seinem Vortrag von Professor Thorsten Daubenfeld, dem Studiendekan Wirtschaftschemie des Fachbereiches Chemie und Biologie, sowie von Ilona Striebl, einer ehemaligen Schülerin des Gymnasiums Eltville, die sich nach abgeschlossenem Bachelor-Studium derzeit auf die Master-Prüfung vorbereitet und an der Hochschule Fresenius den Bereich Interessenten- und Bewerbermanagement betreut. Sie konnte den Zuhörerinnen und Zuhören auch aus eigener Erfahrung Einblicke in Aufbau und Ablauf des Chemiestudiums vermitteln.

 

Text: K.Thiel/V.Gulitz/HJ.Molsberger

Bilder: Victoria Gulitz