Clevere Schüler retten bereits zum dritten Mal die Welt vor dem Bösen

Antje Herden stellte Sechstklässlern ihren Abenteuerroman „Letzten Mittwoch habe ich die Zukunft befreit“ vor / Kurt, Sandro und Tilda entdecken per Zeitmaschine das viktorianische London

Wer erinnert sich noch an Kurt, Sandro und Tilda? Gerade noch hatten die drei Schüler die Welt vor einem geheimnisvollen Rattenmann gerettet, da geraten sie auch schon in das nächste Abenteuer. Tilda hat es wieder mal als erste gemerkt, dass etwas Bedrohliches in der Luft liegt: „Kurt, hier stimmt was nicht“, sagt sie, als die Nachrichten von seltsamen atmosphärischen Beben berichten. Doch damit nicht genug: Ein kauziger Herr mit Zylinder und goldener Taschenuhr taucht auf und erdreistet sich, Kurts Brille zu klauen. Verfolgt von den drei Freunden, verschwindet er in einem Klavierladen, wo sich seine Spur zunächst verliert. Die Verfolgungsjagd führt Kurt, Sandro und Tilda unversehens in das Jahr 1895, wo sie sich in einer Gasse des viktorianischen London wiederfinden. Dort begegnet ihnen der    Wissenschaftler Henry Baker, der in Anlehnung an H.G. Wells berühmten Roman „Time Machine“ mit einer selbstgebauten Zeitmaschine durch die Jahrhunderte reist. In den Salons der Oberschicht scharen sich die Bewunderer um ihn. Woher sein Wissen über die Zukunft stammt, ist den Briten der Jahrhundertwende nicht bewusst. Sie sehen in Baker lediglich einen faszinierenden Science-Fiction-Autor. Dass der Wissenschaftler aber das Raum-Zeit-Kontinuum in Gefahr bringt, ahnen nur die drei Freunde. Obwohl sie gar keine Lust mehr darauf hatten, die Welt zu retten, bleibt ihnen einmal mehr nichts anderes übrig, als genau dies zu tun.

Mit ihren drei sympathischen Helden - dem schlauen Computerfreak Kurt, dem leicht hyperaktiven Sandro und der rothaarigen „Prinzessin“ Tilda – bestreitet die gebürtige Magdeburgerin Antje Herden bereits den dritten Abenteuerroman. Hatten sie zunächst donnerstags die Welt gerettet und danach montags das Böse besiegt, müssen die Freunde nun an einem Mittwoch die Zukunft befreien. Bei ihrem zweiten Besuch am Gymnasium Eltville, der erneut im Rahmen des von Sabine Stemmler organisierten Lesefestes stattfand, entführte die in Darmstadt lebende Autorin die Sechstklässler in eine ihnen unbekannte Zeit – zum sichtlichen Vergnügen ihrer jungen Zuhörer, die nach dem Ende der Lesung  noch die Gelegenheit nutzten, ein Autogramm der sympathischen Autorin zu ergattern.     

Text: Lothar Wiesemann

Fotos: Gabi Rauch

13.1.2015