Infotag 2013

Das Atrium des Gymnasiums Eltville war voll wie selten, die Sitzplätze reichten bei weitem nicht: Etwa 160 Viertklässler waren mit ihren Eltern gekommen, um sich selbst einen Eindruck von Gebäude, Ausstattung und nicht zuletzt von den Lehrerinnen und Lehrern ihrer vielleicht künftigen Schule zu verschaffen.

Während sich die Kinder nach kurzer Begrüßung durch Schulleiterin Angelika Morschheuser zu Schnupperstunden in insgesamt elf Fächern mit den jeweiligen Fachlehrern in die Fach- und Klassenräume zurückzogen, lauschten die Eltern den Ausführungen der Schulleiterin zu den Besonderheiten des Lernortes Gymnasium Eltville. In diesem Jahr von Einigen bereits mit Spannung erwartet: Die Ankündigung, dass die Schule im kommenden Schuljahr zum Bildungsgang G9 zurückkehren will.

Auch wenn der Plan noch von den zuständigen Ämtern genehmigt werden muss, verriet Angelika Morschheuser schon einige Eckpunkte der Konzeption: Zwar hat das Gymnasium Eltville bei der Einführung und Umsetzung von G8 gute Arbeit geleistet, möchte seinen Schülerinnen und Schülern jedoch künftig wieder mehr Zeit für Spiel, Sport, Verein und Ehrenamt geben, wie auch für die Chance, den Unterrichtsstoff entspannter, gründlicher und letztlich auch mit größerer persönlicher Reife zu bewältigen. Die Stundentafel soll dazu so organisiert werden, dass für die gesamte Mittelstufe der Pflichtunterricht am Vormittag stattfindet. Dies lässt am Nachmittag mehr Zeit und Muße für das umfangreiche freiwillige Unterrichts- und Betreuungsangebot der Schule.

Nach Vortrag und Schnupperunterricht hatten die kleinen und großen Gäste die Gelegenheit, die Schule in Rundgängen mit oder ohne Führung zu besichtigen: Neben Experimentierstationen in den naturwissenschaftlichen Räumen gab es einen Fremdsprachenraum mit allerlei Naschwerk aus Italien, Frankreich und dem alten Rom, öffentliche Musik- und Theaterproben, die Gelegenheit zum Mitmachen in Sport und Kunst, ein Erdkundequiz  und eine Ausstellung des „Foodcheckerteams“ über gesunde Ernährung. Nicht fehlen durfte bei dem Rundgang schließlich ein Abstecher in die völlig neu ausgestattete Arbeitsbibliothek.