Wie Kurt und Sandro an einem Donnerstag die Welt retten

Antje Herden stellte den Fünftklässlern ihr neues Buch vor / Begeisterte Reaktionen und viele neugierige Fragen

Man könnte fast schon die berühmte Stecknadel fallen hören, so mucksmäuschenstill ist es im Atrium des Eltviller Gymnasiums an diesem Mittwochvormittag. Gespannt lauschen die Fünftklässler der Autorin Antje Herden, die ihnen aus ihrem neuesten Werk vorliest. Es trägt den Titel „Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet“ und schildert, wie die beiden Freunde Sandro und Kurt in eine äußerst merkwürdige Situation geraten. Zuerst bemerken sie, wie in ihrer Stadt alle Eltern verschwinden. Die Kinder versuchen, sich in ihrem neuen Leben einzurichten, leben zunächst in Hütten und später gar in der zuvor verwaisten Schule. Eines Tages erscheint eine Horde Ratten, die Hüte tragen und die Kinder zunächst lediglich beobachten. Doch dabei bleibt es nicht. Ein ominöser Rattenmann taucht auf und bringt den Kindern Essen, was diese begeistert annehmen, in der Folge aber immer stiller und träger werden. Als dann auch noch Tilda, die Freundin von Sandro und Kurt, verschwindet, machen sich die beiden Schüler auf die Suche nach ihr. Diese führt sie in die Kanalisation, wo sie dem Geheimnis der Ratten auf die Spur kommen.

Nachdem die 1971 in Magdeburg geborene Autorin eine Schulstunde vorgelesen hat, stellt sie den Kindern einige Quizfragen zum Buch. Dabei wird deutlich, wie gut die Fünftklässler zugehört haben. Egal, ob es darum geht, wie viele Stufen die Treppe im Kellergewölbe hat (in das Kurt und Sandro auf der Suche nach Tilda eindringen) oder woher das ratternde Geräusch in der Kanalisation kommt – es recken sich Dutzende Finger in die Höhe, und die Antworten kommen wie aus der Pistole geschossen.

Danach gibt es noch genug Zeit, um Antje Herden Fragen zu stellen, die einem am Herzen liegen. Wie lange hat sie an ihrem Werk geschrieben? Wie kam sie überhaupt auf die Idee zu dieser Geschichte? Und wird es auch eine Fortsetzung geben? Die Autorin nimmt sich viel Zeit und beantwortet geduldig alle Fragen.

 

Wie gut die Lesung unseren Fünftklässlern gefallen hat, wird auch nach dem Ende der Veranstaltung deutlich. Der Lauer´sche Büchertisch wird von vielen Schülern belagert. Gleich danach geht es zum Tisch der Autorin, um sich das eigene Exemplar signieren zu lassen.

 

Abschließend bleibt nur der Organisatorin des Lesefestes, Frau Stemmler, zu danken, die diese Veranstaltung ermöglicht hat. 

 

Lothar Wiesemann